29.-30. November Pemuteran

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29. November – Blütenpracht und Bloggen

Frangipani – Annettes aktuelle Lieblingsblüten – diesmal in einer beerenfarbenen Ausführung. Das ist mit das Schönste an der Insel.

Für uns freilich steht die Organisation des Rückweges im Mittelpunkt. Wendelin bucht am Morgen mit Unterstützung von Ines einen Flug von Surabaya nach Jakarta – wir konnten in der Nacht noch auf Jakarta umbuchen – siehe gestern…

Nach dem Frühstück in „Putus Guesthouse“ – Putu betreibt es mit seiner Schwester – treffen wir uns mit Düde und Ines im Café Bali Balance, das Ines aufgebaut hat.

Beide sind schon wieder sehr im Stress – sie helfen ihren Freunden von der im Osten der Insel gelegenen Tauchbasis, ihr Hab und Gut vor dem Vulkan in Sicherheit zu bringen.

Wir nutzen den Tag und schreiben fleißig an dem Blog – wäre doch schade, wenn er in den letzten Tagen abbrechen würde…

Dann planen wir für Morgen, packen hin und her, holen nochmal Geld und gehen, als das alles fertig ist, an den Strand und schnorcheln im strandnahen Wasser. Das ist schön warm und die Touristenunternehmen haben in der Bucht Stahlgitter verankert, auf denen sich tatsächlich einige Korallen ansiedeln – und tausende von kleineren und größeren Fischen.

Am Abend trifft auch Klara, die Tochter eines mit Ines befreundeten Arztkollegen ein. Sie ist ebenfalls in Bali gestrandet, ihr erster Heimflug ist gecancelt, nun wartet sie auf eine Möglichkeit, über Jakarta nach Singapore und dann weiter nach Deutschland zu fliegen.

Klara schließt sich dem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Frangipani an.

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30. November – ein voller letzter Tag und Fahrt nach Banyuwangi

Wir haben uns für den letzten Tag viel vorgenommen: Am Nachmittag wollen wir eine „cooking class“, also einen Kochkurs im Restaurant Frangipani machen. Vorher werden wir zum Schnorcheln noch mit dem Boot zu einer vorgelagerten Insel fahren. Und morgens geht Wendelin um halb sieben mit dem Manager des Frangipani auf den Markt.

Der Markt ist wirklich interessant – Gewürze, Kochutensilien, Gemüse, Fische – alles von einer recht entspannten Truppe von vorwiegend Frauen angeboten.

Dann geht es zur Schnorcheltour. Das Wasser ist schön warm, wenn auch die Sicht durch viel Plankton behindert wird. Aber im Vergleich zum Great Barrier Reef – viel mehr Fische, bestimmt zehn mal so viele. Und auch die Korallen sind mindestens so schön wie vor Australien!

Zurück vom Schnorcheln, marschiert Wendelin direkt zum Frisör. Ein paar junge Leute haben nahe unserem Guesthouse einen „Barbershop“ eröffnet – an der Kasse sitzt eine junge Dame mit Kopftuch, also aus dem muslimischen Teil Indonesiens, die Jungs schneiden Wendelin die Haare mit höchster Akribie – und auch Haarewaschen und eine kleine Schultermassage sind im Preis (gerade mal 5 Euro) enthalten.

Es reicht gerade noch für einen Cappucino in Ines‘ Café – dann wartet auch schon der Kochkurs.

Putu (nicht der vom Guesthouse, sondern der vom Frangipani) und sein erster Koch (so wird er uns vorgestellt) haben alles schon wunderbar vorbereitet: Vier Schneidbretter mit großen, scharfen Gemüsemessern, alle Zutaten für die Speisen. Und sie erklären wirklich gut, was die balinesische Küche so zu bieten hat. Wir zerkleinern Gewürze und bereiten daraus eine Paste – sie ist die Grundlage für eine Suppe mit Fischklösschen und das Gericht „Pepes Ikan“ (Pepes Fisch) – Fischfilets, gegart in Bananenblättern.

Und als Nachtisch bereiten wir einen balinesischen Pfannekuchen mit Kokos-Plamzuckerfüllung.

Natürlich haben wir damit auch ein Drei-Gänge-Menue erstanden – und die Kellner des Frangipani servieren uns die von uns zubereiteten Speisen, ergänzt um Reis und ein bisschen Gemüse.

Um sechs am Abend stoßen Düde und Ines zu uns – und wir haben noch eine gute Stunde Zeit über ihre und unsere Situation, die Eindrücke von Bali und dies und das zu sprechen.

Dann wartet schon der Fahrer auf uns, denn heute geht es zurück!

Die erste Etappe fährt uns Ines‘ Café-Manager mit seiner Frau nach Gilimanuk, wo die Fähre nach Java abgeht. Die beiden bringen uns sogar noch auf das Schiff – das fährt die kurze Strecke in ein paar Minuten – wartet dann aber fast eine halbe Stunde auf einen freien Anlegeplatz.

In Banyuwangi, der gegenüberliegenden Stadt auf Java, übernachten wir im Hotel Blambangan – eine unruhige letzte Nacht – denn morgen folgen die weiteren Etappen nach Hause…

Und hier die Karten für die beiden Tage:

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