24.-25. November – Ubud

Freitag, 24. November – „Willkommen in Bali!“

Karte

Die Karte zeigt den fünfstündigen Flug von Adelaide nach Denpasar. Jetstar, die Billig-Tochter von Quantas flog zuverlässig, aber mit niedrigstem Standard. Durchgesessene Sitze, supereng – nichts, was man lange haben möchte.

Leider ging über Denpasar gerade ein Gewitter nieder. Erst hat es einen ordentlichen Schlag getan – dann ist der Flieger erstmal abgedreht und hat eine Ehrenrunde gedreht – schließlich sind wir sicher und nicht zu hart gelandet.

Eine rund 1,5 Stunden lange Fahrt durch den Regen bringt uns zur Unterkunft in Ubud:

Karte

Wir waren schon 2013 in „Nick’s Pension„. Das nette an der kleinen Anlage ist das Reisfeld, um das sich verschiedene Gebäude mit jeweils ein bis drei Zimmern gruppieren.

Leider hat unser Zimmer nur eine Badewanne – deshalb ziehen wir am Morgen erstmal um – in ein Zimmer, das weit unten am Fluss liegt.

Nachdem wir gefrühstückt und uns sortiert haben, steht shoppen auf dem Programm:

Ubud verfügt – wie viele Touri-Orte auf der Welt – über eine riesige Anzahl von Läden, die alle genau das Gleiche verkaufen: Schnitzereien, Tücher, Taschen und lockere Klamotten .

Wir erstehen einiges, Annette sucht verzweifelt nach Frangipani-Essenz, die es irgendwie nicht mehr gibt und Wendelin wartet auf den nächsten Kaffee…

Naja, ok, das ist ein Bier – aber da ist es auch schon nach vier. Auf dem Rückweg von einem Ausflug auf der Main-Road (wir haben eine balinesische SIM-Karte gekauft) werden wir vom Regen überrascht, der nach wenigen Minuten sturzbachartig herniederprasselt. Wir retten uns zunächst in einen Klamottenladen, den wir mit zwei schicken Shirts für Annette im Sturmschritt verlassen, um uns gleich nebenan in der Bierboutique vor dem nichtalkoholischen Nass zu schützen.

Es hilft nichts – wir müssen los und kaufen zwei der hier üblichen Touristen-Plastik-Ponchos für je 1 Euro. Wir haben nämlich für fünf eine einstündige balinesische Rücken und Schulter-Massage gebucht.

Nach 60 Minuten Kneten haben Rückenweh wie Regen ein Ende…

Über die glitschigen Stufen geht es zurück zum Zimmer und dann zu einem etwas stylischen Lokal, das aber sehr authentische balinesische Küche anbietet. Nicht billig, aber gut!

Das Highlight es Abends sind zwei Orange-Arak, die wir in einem Lokal  mit Livemusik einnehmen: Die Coverband beglückte die anwesende Jugend (also wir sind nicht gemeint…) mit Klassikern der Pop-Kultur: Hey Joe von Jimmy, Blowin‘ in the wind und als Höhepunkt „The House Of The Rising Sun“ …

Samstag, 25. November – Wanderung in den Reisfeldern und noch eine kaputte Kamera

Karte

Am Samstag Vormittag wollen wir die Sonnenstunden nutzen und durch die Reisfelder zu dem schönen Lokal „Sari Organik“, das wir schon früher besucht haben. Der Weg führt nördlich aus Ubud heraus, mittlerweile sind große Teile des Weges, der 2013 noch durch die Reisfelder führte, rechts und links bebaut.

Annette hat am Wegesrand eine Kokosnuss gekauft – neben ihr die begeisterte Verkäuferin

Später wird es noch recht abenteuerlich – und wir treffen eine Frau aus Kirchheim unter Teck (also aus Schwaben…), die den Weg zu dem organischen Lokal verloren hat…gemeinsam finden wir ihn, es geht z.T. durch Baustellen, aber immer wieder durch die zerklüftete Landschaft, in der bis zu 20 Meter tiefe Bachtäler die Reisfelder durchschneiden.

Leider entscheidet sich der Regen, heute deutlich früher einzusetzen und wir müssen eine ganze Weile durch den strömenden Regen laufen, bis wir auch nur in die Nähe unseres Ziels gelangen.

Als wir 2013 da waren, gab es nach dem Sari Organik noch ein oder zwei Hütten – jetzt haben wir Schwierigkeiten, den Ort wieder zu finden, denn nach Norden hin haben sich zahlreiche weitere Lokale niedergelassen – alle heißen irgendwie „organik“ – das Sari Organik muss also ein Erfolg gewesen sein.

Tatsächlich finden wir das Lokal – und das kleine Mittagessen, das wir einnehmen, ist wieder vorzüglich.

Und auch der Blick in die Reisfelder ist immer noch schön, trotz der Gebäude. Nur – wie lange noch?

Wir machen uns auf den Weg zurück – und dann schlägt er zu:

Das ist der böse Kamera-Geist. Und wir haben ihm nicht geopfert.

Und so ist das folgende Bild das allerletzte, das wir mit der in Melbourne gebraucht gekauften Sony machen können:

Beim folgenden Bild gibt es einen vernehmlichen Knall, die Kamera ist plötzlich heiß, erste Diagnose: Kurzschluss wegen Feuchtigkeit. Vorbei. Sie lässt sich nicht mehr einschalten.

Glücklicherweise sind es nunmehr nur noch 6 Tage, die wir mit den Mobilphonkameras überbrücken müssen. Und noch viel glücklicherweise ist ja bald Weihnachten…

Und hier die Karten zu Ubud: