5. November – Auf dem Highway

Karte

Diese wunderschönen Bäume – die lilanen sind Jakarandas, der orangene ein Grevilia – waren der letzte Gruß des Warrumbungle National Parks. Heute Nacht hat er uns mit Temperaturen von um die 4 Grad doch ein wenig überrascht – wir fröstelten dem Morgen entgegen. Nach dem Frühstück, bei dem wir uns noch länger mit einem deutsch-australischen Paar unterhalten, geht es auf die Straße, den Newell Highway entlang über Dubbo, wo wir eine  Pause einlegen, nach West Wyalong.

Der Highway – in Deutschland würde man Landstraße sagen – zieht sich Kilometer um Kilometer durch die Landschaft. Der Verkehr ist nicht sehr dicht, es sind hauptsächlich die langen Lastwagen, „Road-trains“ genannt, die uns entgegen kommen. Auf dem Newell Highway darf man maximal 110 km/h fahren. Vor jeder Ortschaft wird erst auf 80, dann auf 60 herunter gebremst. Innerorts sind häufig 50 vorgeschrieben. Die Straßen werden auf diesem Abschnitt mit „Average Speed Cams“ überwacht – man fährt unter einer Brücke mit Kameras hindurch, das Kennzeichen wird registriert und vor der nächsten Ortschaft steht die nächste Brücke – wer da zu früh drunter durchfährt, der hat ganz offensichtlich die Geschwindigkeitsbegrenzung ignoriert – und zahlt

Das ist auch sinnvoll – denn der Highway ist gesäumt von toten Känguruhs. Die sind leider nicht sehr intelligent und lernen nicht, dem Verkehr auszuweichen. Da sie eigentlich keine natürlichen Feinde haben, sind sie auch nicht sonderlich schreckhaft. Wir haben im Park gehalten, weil zwei Känguruhs am Straßenrand saßen. Sie haben uns angeguckt und sind sitzen geblieben. Selbst Hupen hat sie erstmal nicht gestört. Schließlich sind sie doch weggehoppelt. Manche jedoch springen den Autos einfach vor den Kühler.

Wir aber sind gut in West Wyalong angekommen. Es ist eine typische, kleine Highway Stadt, wir würden es nicht mal „Stadt“ nennen, hier aber ist es eine Town… Erstaunlich, dass selbst eine so kleine Ortsschaft über eine relativ große Zahl von Motels und Übernachtungsmöglichkeiten verfügt. Das ist wohl generell so. Wir zeigen euch aber nicht die Motels und Imbisse – sondern das Highlight von West Wyalong – die „Wetlands“, ein kleiner Park aus trüben Seen, in dem sich die Eukalypten in der Abendsonne präsentieren.

Wir beschließen den Higway-Tag mit einem Sundowner am Pool unseres preiswerten Motels:

PS: Wenig später fing es an zu regnen…

Hier unser heutiger Weg:

PPS: Wir wüßten gerne, ob die geneigten Leser mit den Karten zurecht kommen. Wir freuen uns über dementsprechende Kommentare!