14. Oktober – Zum Great Barrier Reef und in den nächtlichen Regenwald

Das ist Cape Tribulation – also nicht der Ort, sondern das Kap selbst. Wir haben es – samt der heraufziehenden Regenwolken, denn hier beginnt jetzt die Regenzeit – vom Boot aus aufgenommen. Mit diesem Boot sind wir knapp 10 Kilometer bis zu einer kleinen Sandinsel mitten im Great Barrier Reef gerast. Das Ding macht 20 km/h und schlägt zur Freude der anwesenden Jugendlichen richtig hart auf den Wellen auf.

Zweimal eine Stunde konnten wir zwischen Korallen und bunten Fischen herum schwimmen.

Annette ist begeistert, aber die Geste kommt eher vom Frieren als vom Freuen…

…während sich Wendelin hier gerade einen scheußlichen Sonnenbrand holt – denn trotz sorgfältigem Eincremen und Wetsuit schaut die Glatze halt beim Schnorcheln immer oben raus…

Natürlich ist so ein Schnorchelausflug eine tolle Erfahrung – und wir haben unter anderem eine Wasserschildkröte, einen kleinen Hai und einen Stachelrochen gesehen, die sich zwischen den Korallen durchzwängten. Aber von der bunten „Disney-Schönheit“ vieler Unterwasseraufnahmen des Riffs ist es weit entfernt. Viele Korallen sind verblichen oder abgestorben.

Den Nachmittag verbringen wir auf dem Zeltplatz. Nachdem wir gestern die „hoch empfohlene“ Steinofen-Pizza (nach mitteleuropäischen Kriterien eher mittelmäßig) an unserem Zeltplatz gegessen haben, gehen wir nun zum Restaurant Whet – ein wirklich netter Ort, gutes Essen – aber ein bißchen wenig.

Doch danach ist der Tag noch nicht zu Ende! Annette hat eine Nacht-Wanderung durch den Regenwald gebucht. Uns führt ein Waldschrat, der angeblich bereits die ganze Welt bereits hat. Die Wanderung durch den dunklen und furchtbar feuchten Wald ist natürlich auch eindrucksvoll – von den Tieren, die sich hier angeblich tummeln, sehen wir jedoch nur einige Spinnen, einen Frosch und diese Pfefferminz-Grille. Wird sie angegriffen, sondert sie eine Art Pfefferminzsoße ab. Wir konnten es riechen..